ASJMI Q2 2016

«Die Ostschweiz kann aufatmen»

Zürich, 14. Juli 2016. Das Stellenangebot der Ostschweiz steigt im zweiten Quartal 2016 deutlich und übertrifft damit alle anderen Regionen. Auch im Vorjahresvergleich wächst die Ostschweiz stärker als der gesamtschweizerische Durchschnitt. Fast alle Berufe können von diesem Aufschwung profitieren. Dies zeigt der Adecco Swiss Job Market Index, eine wissenschaftlich fundierte Erhebung der Universität Zürich.

Das Stellenangebot der Ostschweiz nimmt im Vergleich mit dem Vorquartal um fast 18 Prozent zu, obwohl auf dem schweizweiten Stellenmarkt keine eindeutige Tendenz feststellbar ist. Auch im Vorjahresvergleich wächst der Personalbedarf in der Region mit einem Plus von 10 Prozent überdurchschnittlich stark. Dazu die Arbeitsmarktexpertin Marianne Müller vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz der Universität Zürich: «Die Ostschweiz kann aufatmen. Die Region erlebt in diesem Quartal den Aufschwung, der in anderen Regionen bereits im Frühling stattgefunden hat. Positiv fällt vor allem auf, dass der Aufschwung breit abgestützt ist. Bis auf den Baubereich können alle Berufszweige zulegen.»






Starke Zunahme im Quartalsvergleich

Im Vergleich mit dem Vorquartal sind in der Ostschweiz in fast allen Berufsbereichen mehr Stellen ausgeschrieben. Einzig der Bereich Industrie und Bau verzeichnet ein schrumpfendes Stellenangebot (-2%), wobei das Bau- und Ausbaugewerbe besonders vom Rückgang betroffen ist. Stark zugenommen hat die Personalnachfrage dagegen in den Unternehmensdienstleistungen (+43%) und in den Bereichen Technik und Informatik (+38%). In beiden Berufsfeldern konnte somit das Minus vom letzten Quartal wieder mehr als gutgemacht werden. Während bei den Unternehmensdienstleistungen vor allem Managementpositionen ausgeschrieben werden, sind im Bereich Technik und Informatik Ingenieure besonders gesucht. Auch die Berufe der persönlichen und sozialen Dienstleistungen verzeichnen wie bereits im letzten Quartal ein deutliches Plus (+19%). Vor allem in den pädagogischen Berufen und im Gesundheitswesen steigt die Nachfrage.

Nachfrage steigt auch im Vergleich zum Vorjahr






Im Vorjahresvergleich hat der Personalbedarf in der Ostschweiz wie im Quartalsvergleich in fast allen Berufen deutlich zugenommen. Die einzige Ausnahme bildet wiederum der Bereich Industrie und Bau (-20%), der somit auch im langjährigen Vergleich nicht aus der Krise findet. Vor dem Hintergrund der starken industriell-gewerblichen Prägung des Ostschweizer Arbeitsmarktes, ist diese Entwicklung für die Region besonders schwierig. Hingegen steigt die Personalnachfrage im Bereich Technik und Informatik massiv (+77%), wobei Fachkräfte aller Berufsrichtungen dieses Bereichs wesentlich stärker nachgefragt werden als noch im Vorjahr. Die Bereiche Unternehmensdienstleistungen und persönliche sowie soziale Dienstleistungen wachsen etwas weniger stark (+7% bzw. +11%). Bei ersteren haben vor allem die kaufmännischen und administrativen Berufe sowie die Berufe des Managements zugelegt, bei letzteren das Gastgewerbe.



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